Minimierung der Einträge von Röntgenkontrastmitteln Mülheim an der Ruhr

Was Sie als Patient wissen müssen

 
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Sie waren kürzlich in der Radiologie und mussten Röntgenkontrastmittel (RKM) zu sich nehmen? Bitte tragen Sie mit der Nutzung von Urinbeuteln dazu bei, unsere Umwelt zu schonen und den Wasserkreislauf von Rückständen dieser Chemikalie frei zu halten.

Wie funktionieren die Urinbeutel?

Die Hülle der Urinbeutel bildet eine dünne Polyethylenfolie. Die Beutel enthalten ein feinkörniges Material, das den Urin in eine gelartige Masse verwandelt – oder einfach ausgedrückt: Aus flüssig wird fest. Das Granulat im Inneren besteht aus so genanntem „vernetztem Natriumpolyacrylat“. Es wird unter dem Namen Superabsorbent Polymer (kurz SAP) gehandelt und liegt als weißes Pulver vor.  Dieses feinkörnige Spezialgranulat nimmt den Urin rasch auf und lässt ihn nicht mehr los. Gerüche werden zuverlässig verhindert. Der Beutel kann ganz einfach im Restmüll entsorgt und in der Müllverbrennung rückstandslos vernichtet oder einem Recyclingverfahren zugeführt werden, ohne dass eine Belastung der Gewässer entsteht.

Der Urinbeutel für Damen ist extrem leicht (52 Gramm) und zusammengefaltet nur in etwa so groß wie eine Tafel Schokolade. Er ist im Stehen, Sitzen und in der Hocke einsetzbar. Denn: Sein anatomisch angepasster, ovaler Rand macht ihn sicher und hygienisch. Durch einen stabilen Haltegriff ist er einfach in der Handhabung und hält selbstverständlich auch einer vollen Blase stand.

Der Urinbeutel für Herren ist ebenfalls zusammengefaltet extrem platzsparend. Er ist auch unterwegs sofort einsatzbereit, handlich, sicher, hygienisch und bequem. Der integrierte Superabsorber sorgt dafür, dass nichts verschüttet werden kann.  Beiden Urinbeuteln, der Damen- wie auch der Herrenvariante, liegt ein Erfrischungstuch für die Hände bei.


Wer kann mitmachen?

Das Pilotprojekt MERK'MAL richtet sich an Patientinnen und Patienten, die vor einer Untersuchung Röntgenkontrastmittel verabreicht bekommen. Das betrifft vor allem Männer und Frauen mit einem Termin zur Röntgenuntersuchung oder Computertomographie.


Muss ich mich selbst um die Urinbeutel kümmern?

Nein, Ihr behandelnder Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin sowie das medizinische Fachpersonal sprechen Sie darauf an. Sie erklären Ihnen das Projekt und händigen Ihnen die Urinbeutel aus. Dazu erhalten Sie Informationsmaterial. Das alles ist für Patientinnen und Patienten mit keinerlei Kosten verbunden.


Was ist, wenn ich Fragen habe? 

Sie können Ihre Fragen direkt in den Kliniken oder in der Praxis stellen, oder sich in Ruhe zu Hause das Informationsmaterial noch einmal durchlesen, das Ihnen mit den Urinbeuteln zusammen überreicht wird.

Sie können außerdem einen Blick auf unsere Häufig gestellten Fragen werfen oder unter Kontakt Ihre Fragen direkt an uns stellen.


Muss ich mitmachen?

Nein. Die Teilnahme an diesem Projekt ist freiwillig – Ihr Beitrag zur Forschung zu Röntgenkontrastmitteln im Wasser und zur Eintragsvermeidung ist allerdings sehr wertvoll. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Teilnahme, die wertvolle Ressource Wasser zu schützen.


Welche Kliniken und Praxen machen beim Pilotprojekt mit?

St. Marien-Hospital Mülheim an der Ruhr
Kaiserstraße 50
45468 Mülheim (Ruhr)
http://marien-hospital-mh.de

 

Evangelisches Krankenhaus Mülheim
Wertgasse 30
45468 Mülheim (Ruhr)
http://evkmh.de

 

Radiologische Gemeinschaftspraxis Mülheim
Dieter-aus-dem-Siepen-Platz 1
45468 Mühlheim
http://radiologie-mh.de

 

Medizinisches Versorgungszentrum Mülheim
Praxis Bildgebende Diagnostik
Schulstraße 11
45468 Mühlheim
http://mvzmh.de/bildgebende-diagnostik


Alle Informationen auf einen Blick: Hier gibt es den Kurzsteckbrief für Patienten.

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